Timelapse & Video Dolly Slider – Schiene IGUS WS-16-60

Die Elektronik steht soweit, nun ging es an die Schiene.

Hier habe ich mich für eine Schiene von Igus entschieden. Gekauft wurde die WS-16-60 ungebohrt plus den Schlitten in WW-16-60-15

Die kleinere Version würde wahrscheinlich reichen, würde auch Gewicht sparen. Ich habe mich wegen besseren Platzangebot und den gebohrten Löchern an den Enden der Schiene (Laufachse) für die 16-60 entschieden.

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Länge habe ich einen Meter genommen. Die Länge sollte noch einigermaßen Transportabel sein. Von der Schienenlänge muß ja noch der Schlitten abgezogen werden, kürzer wollte ich nich gehen.

Damit ich keine Lauflänge verliere habe ich geplant die Umlenkung des Zahnriemens und den Motorhalter außerhalb der Schiene anzubringen.

Hierfür habe ich mir FreeCAD besorgt und an dem Programm meine ersten Zeichnungen gemacht. Habe vorher noch nie ein CAD Programm bedient. Nach etwas reinfuchsen und probieren ging es bei meinen einfachen Teilen recht gut.

So schaut z.B. die Halterung unten für die Motorseite im CAD Programm aus:
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Diese Skizzen habe ich mir dann ausgedruckt und mit dem ca. Laufweg des Riemens bemalt, um in etwas zu sehen ob das auch so passen könnte (Bild zeigt die Umlenk Seite):

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Die so am CAD Programm „erstellten“ Teile habe ich mir bei FabTools.de in 3mm Aluminium lasern lassen. Von den Kosten her sehr fair, man sollte nur mehere Teile bestellen. Da auch einmalige Kosten wie Laserjustierung und Porto dazukommen. Die Teile müssen dann noch etwas entgratet werden.

Die ausgedruckten Skizzen habe ich dann auf die Schiene geklebt (ablösbarer Kleber), mit einem scharfen Cutter und Lineal die Linien gezogen und die Bohrstellen mit einem Nagel angekörnt. Habe keinen Körner, funktionierte mit einem Nagel aber sehr gut:

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Gebohrt werden dann 6x 2,5mm Löcher, da ich in die Schiene eine M3 Gewinde bohren möchte. Und zwei größere für die Stativ Schrauben mit 3/8″ und 1/4″. Angefangen habe ich erstmal mit einem Loch. Loch mit 2,5mm Bohren, ansenken und dann das Gewindeschneiden:

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Das letzte mal Gewindeschneiden habe ich vor 20 Jahren in der Ausbildung gemacht. Die M3 Gewinde gingen echt Super und haben Spaß gemacht. Richtig schwer waren die Zoll Gewinde. Besonders bei den 3/8″ Gewinde ging es sauschwer.

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In die Enden habe ich dann auch die 3/8″ Gewinde geschnitten. Es passt von der schon vorhandenen Bohrung her fast perfekt und ich wollte nicht noch einen M10 Gewindeschneider nur für die Schiene kaufen. Das war ein richtiger Kampf und ging nicht leicht. Aber mit viel Ruhe und Geduld klappte es dann doch:

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Nachdem alle Löcher und Gewinde an der Schiene gebohrt waren, ging es an die Montag der Halter. Diese werden mit je 6 M3 Schrauben an der Schiene befestigt:

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Auf diese Halterung kommen dann Gewindeabstandshalter (30mm), M4 Schrauben für die Zahnriemenräder und die Spannrolle:

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Die Zahnriemenräder habe ich hier mit 8mm Loch genommen, so kann ich dort Kugellager mit 4x8x3mm einsetzen. Hier zu sehen beim ersten Probesitzen:

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An den Deckel kamen dann auf beiden Seiten (Umlenkung / Motor) noch ein Endschalter:

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Auf der Umlenkungsseite habe ich dann noch 2 längere Schrauben, plus Gummi O-Ringe und Alurohr als Standfüße angebracht. Würde sonst bei der Schräger Aufnahme auf Umlenkung stehen. Das gefiel mir nicht so gut.

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Auf den Bildern sind auch die schwarzen Füße zu sehen. Diese wurden auf einem 3D Drucker erstellt, sind mir aber zu labil. Die werde bei Gelegenheit noch mal bei Fabtools bestellen. An diese Füße möchte ich noch Winkel anbringen und an diese Winkel kommen dann Möbelfüße zum justieren der Höhe, um Unebenheiten im Boden auszugleichen.

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