Timelapse & Video Dolly Slider – Elektronik – Gehäuse für das miniE V2 von ePSh

Da die Elektronik so ja doch etwas ungeschützt ist, sollte noch ein Gehäuse her.

Es gibt auch mindestens 3 Vorlagen für 3D Drucker, diese gefielen mir aber alle nicht. Im Shop von Airic Lenz war das Gehäuse von shop.epsh.de als Beispiel aufgeführt.

Das Gehäuse ist aus gefrästem Lexan hergestellt. Die Gehäuseteile sind zwischen 3mm und 5mm dick / dünn.

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Deckel und Boden haben dabei 5mm und die Seitenwände haben 3mm. Was die Montage von ein paar Buchsen etwas schwierig gestalten lässt.  Dazu weiter unten mehr.

Von dem Gehäuse gibt es 3 Sets (stand September 2015):
Set 1 „nur“ das Gehäuse inkl. Schrauben und Scheiben (ACHTUNG es sind keine Tastenverlängerungen dabei oder Schrauben / Abstandshalter für die Montage der Platinen!)

Set 2 Gehäuse plus Tastenverlängerungen, Potidrehknopf, Schrauben und Muttern zur Montage des miniEngine V2

Set 3 Gehäuse wie Set 2 plus die Powerschalter, diverse Buchsen / Stecker (siehe Webseite von ePSh).

Ich habe mir das Set 2 gekauft, da ich eh jede Menge an Kabeln, Buchsen usw. für das miniE bei Reichelt bestellen mußte.

Für den Zusammenbau wird im ersten Schritt die Stepperplatine mit dem Arduino auf dem Gehäuseboden verschraubt:

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Im nächsten Schritt kommt dann das miniE Shield drauf (plus Display):

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Nachdem das miniE V2 also erfolgreich „eingezogen“ ist, folgt nun der etwas schwierigere Teil, die Verkabelung.

Für die Schrittmotoren habe ich mich für 7 Polige Mikrofon Buchsen entschieden (sind auch im Set 3 enthalten).

Über den 7 Poligen Stecker wollte ich den Schrittmotor (4 Polig) und die beiden Endschalter (3 Polig) über ein Kabel lösen. Leider stellte sich das nach fertigstellung als schwierig raus. Der Motor überlagert im Kabel die Leitungen und so bekommt das Shield bei Motorbewegungen das Signal Endschalter erreicht. Ich habe es dann mit einem sehr gut auch intern abgeschirmten Kabel vom Monitor probiert. Aber auch damit trat der Fehler auf.

Nun habe ich es zwar über einen Stecker gelöst, aber mit 2 getrennten Kabeln (abgeschirmt). Ein Kabel für den Motor und eins für beide Endschalter.

Aktuell habe ich nur eine Ebene mit einem Motor zum Ansteuern, habe aber gleich die 2. Buchse für einen weiteren Motor angebracht.

Neben den 7 Poligen Buchsen wurde noch der 3,5mm Stromanschluß angeschraubt. Eine Ebene höher habe ich dann den Kameraanschluß und zwei weitere 2.5mm Buchsen für den Trigger oder dem Alternativen Kamera Auslöser angebracht.

Die Kabel wurden dann noch verdreht, das schaut Optisch etwas besser aus 😉

Vorm Bohren habe ich alles auf der Schutzfolie markiert:

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Etwas Schwierig hierbei waren die Mikrofon Stecker mit 16mm Durchmesser. Mein Akkubohrer nimmt nur bis auf 10mm auf. Habe mir mit einem Karosserie Lexan Bohrer beholfen, der hatte genau 16mm Maximalen Bohrdurchmesser.

Ein Problem hatte ich jetzt aber mit den 2.5mm Buchsen. Das Gewinde zum befestigen hat etwas über 3mm Länge. Da die Gehäusewand nun aber schon 3mm hat, war ein festschrauben so nicht möglich. Die Buchse wird von innen durchgesteckt und von außen mit einer Rendelmutter gesichert.

Um nun doch diese Buchse verbauen zu können, habe ich als erstes ein 6mm Loch gebohrt und dann von der Innenseite mit einem 8mm Bohrer etwas über einen mm tief gebohrt. So das ich die Buchse etwas weiter reinstecken konnte. Dabei muss man sehr vorsichtig vorgehen! Sonst ist man schnell durch 😉

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Softwareupdates erfolgen ja über die USB Buchse. Nun möchte ich aber nicht für Updates jedes mal das Gehäuse öffnen müssen. Hierfür habe ich mir noch ein kurzes USB Kabel besorgt und das ins Gehäuse gelegt und die Buchse an die Gehäusewand geschraubt.

Das Kabel hat einen gewinkelten Stecker und ist schön kurz (könnte gerne noch kürzer sein):

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In die Außenwand habe zwei Löcher gebohrt und das Loch dann eckig ausgefeilt. In die Ecken wurde dann noch 2mm Löcher für die Schrauben gebohrt. Löcher wurden mit 1,5mm dann noch in die USB Buchse gebohrt. Das Ganze wurde dann mit 2mm Senkschrauben ans Gehäuse geschraubt (ja es sind nur 3, die vierte habe ich mich an der Buchse nicht mehr getraut):

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Wegen dem 3mm dicken Seitenteil rastet der USB Stecker nicht ganz ein. Er bekommt zwar Kontakt, war mir aber zu unsicher. Daher habe ich mir noch ein USB Kabel dafür „gebastelt“. Am Stecker habe ich einen ca. 1,5mm Streifen vom Gehäuse abgeschnitten. Der Stecker geht so jetzt auch rastend in die Buchse:

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Jetzt kann der Rest angebaut werden. Die Seitenwände werden gesteckt und durch den Deckel fixiert.  Meine Tastenverlängerungen musste ich unten etwas kürzen, war nicht viel. Ansonsten wurden die Tasten dauer betätigt, auch nur bei Deckel drauflegen ohne verschrauben. Das ist mit einem Stück Schleifpapier aber sehr schnell und einfach behoben.

Die Stromstärke für die Schrittmotoren kann auch im eingebauten Zustand verstellt werden, ebenso die DIP Schalter zur Schritt Verstellung. Sehr schön gelöst. Im Boden sind auch Löcher zur Luftzufuhr Kühlung der BED Platinen.

Zusätzlich habe ich noch 4 weiße Gummifüße angeklebt, ansonsten steht es auf den Muttern:

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So schaut das Ganze dann fertig aus:

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2 Gedanken zu „Timelapse & Video Dolly Slider – Elektronik – Gehäuse für das miniE V2 von ePSh“

  1. Hallo,
    ich hätte mal eine Frage zur Motorsteuerung. Bei Videoaufnahmen ist die Schrittmotorsteuerung oft störend laut. Wie sieht es bei den Easydriver aus?
    Und kommt man ohne Kühlkörper bei den Motortreibern aus?

    Ansonsten ist dies ein sehr ansprechender Slider. Ich habe breits einen auf Arduino-Basis, aber nur mit einem Motor. Hättest du evt noch Infos wie man mechanisch einen Tiltmotor realisieren kann?

    Danke und Grüße, Mike

  2. Moin Mike,

    sorry für die späte Antwort.

    Meine Motoren sind zu hören, für Video Aufnahmen mit Ton ist das so nicht zu gebrauchen. Am schlimmsten ist der aktuell verbaute Nema 17 mit 5:1 Getriebe.

    Ich habe vorsichtshalber die Kühlkörper drauf geklebt. Der untere Bereich im Gehäuse bei den Treibern wird gut warm. Ich meine ab 1.5A wird das auch empfohlen, meine Motoren haben beide 1.7A.

    Für Tilt habe ich leider nichts. Im Forum von Airic Lenz gab es meine ich von einem User eine Idee dafür mit gedruckten Teilen.

    Habe mir vor ein paar Wochen einen Halter für eine einfache Drehbewegung gebaut:
    https://www.youtube.com/watch?v=Anc6YI69ngA

    Gruß Christian

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